Die „Lyrik“, neben der Höhlenmalerei die wohl älteste
künstlerische Auseinandersetzung mit der Jagd, fand ihren Ursprung bereits im
9./10. Jahrhundert. Das Wort „Lyrik“ leitet sich vom griechischen „lyrikos“
ab. Jede Dichtung, die durch das Spiel des Instruments Lyra begleitet wurde,
fiel unter diesen Begriff. Die „Lyrik“ ist eine poetische Gattung, die am
unmittelbarsten menschliche Stimmungen ausdrücken kann.
Die „Lyrik“ stellt eine der drei Obergattungen der
Literatur dar. Neben „Lyrik“ (poetische Texte) existieren „Epik“ (erzählende
Literatur) und „Dramatik“ (Theaterstücke mit verteilten Rollen). Von diesen
zeichnet sich nur die „Lyrik“ durch Rhythmik, Versform und Aufteilung in
Strophen und Reimen aus. Sie steht maßgeblich für das, was wir auch als Gedicht
bezeichnen.
In der „Bürgerlichen Jagdkultur“, wie sie nach 1848
entstanden ist, wurde sie dann wesentlich geprägt von der jagdlichen Ethik, von
den im 19. Jahrhundert
entwickelten Grundsätzen des Tier- und Naturschutzes und der menschlichen Würde.
Im Mittelpunkt der Jagdlyrik stehen das Naturerlebnis und die Achtung vor dem
Mitgeschöpf „Wildtier“. Damit leistet die „grüne“ Dichtkunst einen wichtigen
gesellschaftlichen Beitrag.